…wo sind sie geblieben?

Ich freue mich riesig morgen nach Alindao zu fliegen und all die lieben Menschen wieder zu sehen.

Aber bange ist mir dabei schon. Wie werde ich sie dort antreffen? Wie haben sie die Kriegsjahre überlebt? Sind sie überhaupt noch am Leben?

Sie sind ja immer noch praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten und wegen den Rebellen nur über den Luftweg erreichbar.

Viele Gedanken mache ich mir über die Mbororos, welche fast überall attakiert und vertrieben wurden. Man hört, dass sie sich nun wehren wollen und Verstärkung aus dem Norden erhalten.

Aber die Mbororos, mit denen wir seit Jahrzehnten zusammenarbeiten wollen keinen Krieg. Sie wollten sich voll integrieren … aber wo sind sie geblieben?

Al Hadji Sajiri traf ich bei meinem Besuch 2009 in der Nähe von Bambari. Er musste schon damals sein Campement mit seiner Familie verlassen (Bild unten). Er ist in der Zwischenzeit verstorben.

Er schenkte mir spontan eine Ziege.

Aber wo sind seine Kinder? Wo sind die Leute von Pombolo (auf dem Titelbild)? Diese Leute haben nach einer zweijährigen Ausbildung bei uns im Landwirtschaftsprojekt das YAKA Diplom erhalten.

Wo sind die Mbororos von Djam Hija? von Zoununga? von Layaka?

Auf dem marché in Bangui

Mit versteckter Kamera durch den Sango-Markt in Bangui.

Im Flüchtlingscamp

Auf unserer Station in Bangui verlassen die letzten Flüchtlinge das Camp.

Ihnen zu helfen ihre Häuser an Hand von Berufsschulkursen wieder aufzubauen ist ein Teil des neuen Projektes.

1 Unterschied

Hallo Freunde

Diesmal ist das Rätsel viel einfacher…

… es gibt nämlich sehr viel gemeinsames – Sonne pur, wohin das Auge reicht;-)

Häbets güet – bin dann mal weg…

10 Unterschiede

Was schenkt man Menschen, die man lange nicht mehr gesehen hat, die von der Umwelt praktisch abgeschnitten sind und die in Afrika in einem Agroforestery-Projekt arbeiten?

Wichtig ist: die Geschenke müssten nützlich sein und den Leuten Freude bereiten. Es darf niemand vergessen werden und vor allem – sie müssen in einen Reisekoffer reinpassen und nicht zu schwer sein.

Uff! Nun habe ich mir genügend den Kopf zerbrochen und nach diversen Einkaufstouren das Sortiment zusammen.  So habe ich mir gedacht – meine Blogleser sollen sich doch auch ein bisschen den Kopf zerbrechen;-)

Also – ihr könnt an einem Wettbewerb teilnehmen. Findet die 10 Unterschiede zwischen den beiden Bildern heraus. Der welcher mir im Blog-Feedback als erster die richtigen Unterschiede nennt, erhält auch ein schönes Geschenk.

Ihr könnt hierfür das Foto in ein Worddokument kopieren und die Unterschiede mit Pfeil oder Kreis versehen, dann im Blog-Feedback (Leave a Comment) einfügen – oder einfach im Kommentar die Unterschiede beschreiben.

Achtung zusätzlich zu den 10 Unterschieden gibts noch einen 11. winzig kleinen Unterschied, der kaum zu finden ist – aber sollte ihn jemand finden, gibts ein Bonusgeschenk.

Also dann – viel Spass!

Die Auflösung kommt am 15.1.2017, d.h. am Sonntag vor meiner Abreise.

Ein schöner Erfolg

Bei der Lektion am letzten Freitag gab es hohen Besuch im Schulgarten in Varen. Der Direktor des Naturparks Peter Oggier zusammen mit dem Leiter Umweltbildung Armin Christen überreichten der Gemeinde Varen offiziell ein Schild, welches die Schule Varen nun als Partnerschule des Naturparks Pfyn-Finges auszeichnet.

Auf dem Titelfoto v.l.n.r: Peter Oggier Direktor Naturpark, Armin Christen Leiter Umweltbildung, Petra Allet Gemeinderätin Varen, Jan Zenhäusern Direktor Dalakoop-Schulregion (Foto Pomona Media)

Alle Beteiligten äusserten sich zufrieden über die neue Möglichkeit, die die Schulkinder von Varen durch diesen Schulgarten erhalten haben; die Natur mit den eigenen Händen zu erleben und zu erlernen.

Eigentlich war ein Gartenfest vorgesehen, wo alle Angehörigen der Kinder und Interessierte eingeladen waren. Leider musste das Fest wegen der aktuell sehr angespannten Coronasituation abgesagt werden.

Aber dies hinderte die Lehrerin Marianne Plachy, welche den Schulgarten in Varen gewünscht und initiiert hatte nicht, über den schönen Erfolg im neuen Schulgarten zu sprechen.

Der Reporter Thomas Allet von Pomona Media interviewte nicht nur die Prominenz und die Lehrerin, sondern auch die Schulkinder und stellte eine eindrückliche Fotostory zusammen.

Und ja, auch für’s EIOH-Agrarprojekt der gd-Schule Bratsch ist dies ein schöner Erfolg. Wir durften von den Aktivitäten im Schulgarten Varen viel lernen. Vor allem über das Thema Biodiversität und Artenvielfalt. 

Im Gegenzug erhielten die Teammitglieder des EIOH-Teams: Julia, Noah, Ayla, Amy, Lino und Hannes, (bis September auch Miro), begleitet durch den Pädagogen Joachim Fuchs, in den Lektionen hier eine tolle Gelegenheit, ihr Wissen an die Kinder von Varen weiterzugeben. Kinder sensibilisieren Kinder hat funktioniert.

Sehr dankbar sind wir, nicht zuletzt, über die tolle Zusammenarbeit mit Susanne Steiner und Adrienne Schnyder von der Umweltbildung des Naturparks Pfyn-Finges.

Hier ist der Link zur vollständigen Reportage von Thomas Allet der Pomona Media. Achtung der Beitrag kann nur mit einem WB-Abo bzw. mit einem Account bei den Pomona Media angeschaut werden.

Bericht Pomona Media Varen: Garten macht Schule

Dämmerung auf der Moosalp

Twilight on the Moosalp

A Film by Tonis Mavic Projects (ca. 4.5 Min.)

Aufgenommen mit der Mavic 2 Pro am 28.9.2020 auf dem Stand (Moosalp). Die Belichtung war sehr speziell, weil die Sonne am Untergehen war. Mit dem Video Editor Magix Video Deluxe konnte ich die Farben und Gammawerte etwas korrigieren. Die Dämmerungsstimmung kommt voll zur Geltung.

Und hier noch eine Variante für all diejenigen, welche sich eher Alphornklänge und Hackbrettmusik zur Abendstimmung auf der Moosalp wünschen;-)

Take care to our water

Take care to our water, for our lives depend on Him.

Film and music by Tonis Mavic Projects (1.5 Min)

Trage Sorge zu unserem Wasser, denn unsere Leben hängen von Ihm ab!

Wasser ist ein sehr kostbares Gut auf dieser Erde. Ohne Wasser gibt es kein Leben. Wir sind abhängig von ihm und sind verpflichtet, ihm Sorge zu tragen.

So auch unseren seelischen Quellen. Wo sind unsere emotionalen Quellen? Woraus trinken wir und wo stillen wir unseren geistlichen Durst?

Eine meiner Quellen ist die Natur. In ihr entdecke ich Gottes geniale und kreative Schöpferkraft, die mich inspiriert und staunen lässt. Ich versuche immer wieder, sie im Bild festzuhalten und sinne schönen Klängen nach. Ja, ich bin ein Träumer und lebe diese Träume in meinen Filmen aus.

Meine wichtigste Quelle jedoch ist die Bibel. In ihr habe ich gelesen, dass Jesus Christus das wahre und lebendige Lebenswasser ist. Wer von diesem Wasser trinkt, wird niemals mehr dürsten.

Er sagt auch zu Dir: „Wenn du Durst hast, komme zu mir und trinke.“

Read the Bible an be blessed!

Mavic 2 Projects

Mit der Mavic 2 Pro sind zwei Träume wahr geworden:

  1. Ich kann aus der Luft filmen und fotografieren
  2. Ich kann wieder mit einem ferngesteuerten Modellflugzeug herumfliegen – wie früher, allerdings ist es jetzt eine Drohne, die Mavic 2 Pro.

Auf dem Titelbild ist mein Lieblingsplatz auf der Moosalp zu sehen – der Bieltisee „the nicest place on earth

Dort in einer Spätnachmittagsstimmung herumzufliegen macht riesig Spass – und dabei noch das prächtige Panorama mit Mischabel und Bietschhorn zu geniessen und zu filmen erst recht.

Honor to the creator of the Moosalp

Film & Music by Tonis Mavic Projects – ca. 3 Min.

Im Einklang mit dem Schöpfer an diesem herrlichen Ort auf der Moosalp

Tipp: verwende den vollen Bildschirm, dann kommen die Panoramen so richtig zur Geltung.

Hommage an meine Freunde in Afrika

«Ich habe einen Traum! Im Wissen, dass die Welt zu Ende geht, pflanze ich gleichwohl heute einen Fruchtbaum mit der Hoffnung und dem Glauben, dass unsere Kinder eines Tages seine Früchte essen werden».

(Ein Mix von Zitaten von Martin Luther King, Marin Luther, dem Reformator und von Franz von Assisi)

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junges Aprikosenbäumchen, frisch gepflanzt in meinen Garten in Baltschieder

Ich schrieb diesen Artikel schon einmal 2018 zum Gedenken an Martin Luther King (50. Todestag) und die, über eine Million Flüchtlinge in der RCA, welche gezwungen waren ihr zu Hause und ihre Felder zu verlassen und welche eine neue Existenz aufbauen mussten.

Heute, am 31. März 2020 in Anbetracht des Endes meines 34 jährigen Engagements in der Zentralafrikanischen Republik, schreibe ich diesen Artikel nochmals.

Ich schreibe diesen Artikel erneut als Hommage an meine Freunde in der RCA, welche mehrmals ihr zu Hause und ihre Felder verlassen mussten. Auch sie mussten eine neue Existenz aufbauen. Es sind diejenigen, welche nicht den Krieg wollen. Es sind die, welche den Frieden suchen und auch leben.

Diesen Menschen wollte Ich eigentlich helfen und beibringen, wie sie ihre Lebensgrundlage verbessern könnten. Nun habe ich aber von ihnen gelernt, was die wirkliche Lebensgrundlage ist und auf was es im Leben wirklich an kommt.


So möchte ich euch das eindrückliche Beispiel von Jean Takata beschreiben. Er musste zusammen mit seiner Frau und seinen 4 Kindern vor den Kämpfen in seiner Region im Zentrum des Landes flüchten.

Er fand in Sabongo Unterschlupf. Gleich, wie vielen anderen Flüchtlingen, wurde auch ihm in grosszügiger Weise ein Terrain zur Verfügung gestellt, wo er sein Haus erstellen konnte.

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Jean, ein geflüchteter Dorfanimateur, hat hier in Sabongo ein neues Haus gebaut und neben einem Maniokfeld Papayas, Bananen, Ananas auch Mango- und Moringabäume angepflanzt

Jean ist einer von unseren Dorfanimateuren, welcher im Jahre 1995 bei uns in Alindao das Diplom erhalten hatte. Auch wenn ihm der ganze Besitz geraubt wurde – all das, was er gelernt hatte und im Herzen trägt, konnte ihm niemand weg nehmen.

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Jean De Dieu begutachtet das junge Mangobäumchen

Sofort hat er begonnen die erlernten Techniken anzuwenden, pflanzte Bäume, legte eine Ananasplantage an und richtete den Maniok genau wie gelernt in Linien aus.

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Auf diese Weise kann er nicht nur seine sechsköpfige Familie ernähren, sondern verdient auch schon mit dem Verkauf von den Ananasfrüchten auf dem Markt in Bangui etwas Geld.

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Ananas mit Bodenbedeckung

Und das brauchte er unbedingt, will er sein Haus noch fertig bauen. Er musste noch Türen und Fenster kaufen – eine Küche einrichten.

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So sah sein Haus vor einem Jahr aus, als ich ihn besuchte

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ohne Worte

Immer wieder, wenn ich dieses Bild anschaue bin ich zu tiefst erschüttert. Ich bin überwältigt von der Bescheidenheit dieser Menschen. Da ist keine Bitterkeit, kein Hass – nur Hoffnung und Zuversicht.

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Jean Takata zusammen mit seiner Frau und seinen vier Kindern. Rechts sitzend Jean De Dieu Kolipou, der Projektleiter in Sabongo.

Jean hat eindeutig den 1. Preis verdient. Jedes Mal, bei meinen RCA-Besuchen, wurde ein Dorfanimateur oder Animateurin, welcher in besonderem Masse unsere Techniken angewendet und verbreitet hat mit einem grosszügigen Preis prämiert.

Jean Takata und einige andere ehemalige Moniteure von unserem Projekt (Jean De Dieu, Samuel und David), welche auch nach Bangui flüchten mussten, starteten im April 2018 das Kursprogramm unseres neuen Projektes.

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Die ganze Equipe von Sabongo. Die Moniteure, Dorfanimateure und die neue Basisgruppe von Sabongo – inklusive Baminga (Pygmäen). Wie immer – maboko na maboko – Hand in Hand

Der erste Kurs YAKA 1 und auch alle weiteren Kurse wurden dann 2018/2019 nach dem Programm des altehrwürdigen CFAE (Centre de Formation Agricole Elim) durchgeführt.

Im November 2019 konnten dann viele Diplome an die erfolgreichen Kursteilnehmer und Teilnehmerinnen überreicht werden. Sie werden im März 2020 ausgesendet, ihr Wissen an die Bevölkerung weiterzugeben.

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17 diplomierte Frauen und Männer geben nun ihr Wissen weiter

Dieses Projekt findet nun heute am 31. März 2020 einen Abschluss. Tief berührt schreibe ich diesen Bericht als Hommage an meine Freunde in der RCA.

Noch viel wichtiger, als das technische Wissen weiterzugeben ist die persönliche Einstellung von Jean. Er kann nur schon durch sein Leben wirkliche Hoffnung und Zuversicht weitergeben.

Das Leben von Jean und auch das von Jean De Dieu ist eine Friedens-Message wie die von Martin Luther King – nur ohne Worte!