Medienberichte über das EIOH-Projekt

Titelbild: Noah erklärt den Besuchern vom Tag der offenen Tür die Hügelkult, gefilmt von einem Reporter.

Es ist nun Herbst geworden und die Früchte unserer Arbeit sind eingefahren.

Das Gemüse und die Früchte aus dem Garten sind in der Schulküche im Kochtopf, die Berichte und Reportagen in verschiedenen Kanälen und Blogs gelandet.


Schon lange wollten sie kommen, die Schweizer Familie, eine Zeitschrift, welche Interesse hat an der gd-Schule und auch an unserem EIOH-Projekt. Nun, heute hats geklappt, im Wallis ist schönes Wetter.

Hier ein Auszug aus dem Bericht der Zeitschrift Schweizer Familie im 12APP

Titelbild SF Bericht

Ein Dorf macht Schule – Link zur Reportage der Zeitschrift Schweizer Familie

Reportage Schweizerfamilie als pdf


Während dem Tag der offenen Tür vom 25. Juni 2019 hat Thomas Allet, Reporter bei der Regionalzeitung RZ mit gefilmt und eine Reportage fürs TV Oberwallis zusammengestellt.

Titelbild RZ Bericht

Die Erde in unseren Händen – Link zum RZ-Bericht

Aus Datenschutzgründen durften allerdings die Kinder, welche an verschiedenen Posten unsere Arbeit vorstellten nicht gezeigt werden. Deshalb wurden im RZ-Bericht nur die Interviews ausgestrahlt.

Im HAZU-Blog des EIOH-Projektes sind nun aber alle Akteure des Projektes mit den vorgestellten Posten und Techniken zu sehen.

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come and see;-)

HAZU-Blog, Bericht über den Tag der offenen Tür, EIOH vom 25.6.2019

Kota nzara na Be Africa

Kota nzara na Be Africa – grosser Hunger im Herzen Afrikas

Bericht des WHI (Welternährungs Index)

Die Zentralafrikanische Republik (RCA) ist vom Hunger weltweit am stärksten betroffen. Der Schweregrad ist gravierend. Die Bevölkerung darbt und vor allem die Kinder leiden.

Über eine Million Zentralafrikaner sind immer noch auf der Flucht im Ausland oder in Flüchtlingslagern (aktueller Bericht des UNHCR).

Be Africa heiss auf Sango – Herz Afrikas – mein Herz blutet.

Auf dem Ranking des Global Hunger Index befindet sich die RCA auf dem letzten Platz 117.

Welthunger Index 2019 Tabelle Länder

Welthunger Index 2019 Tabelle
Die RCA ist als einziges Land in der roten Zone – gravierend und schlimm

EIOH Blog – neu auf HAZU

Auf der Pionierplattform HAZU haben wir für das EIOH-Projekt einen separaten Blog erstellt.

Der gesamte Schulbetrieb der gd-Schule wird auf dieser Onlineplattform digital abgewickelt. Auch unser Projekt ist hier abgebildet und das EIOH-Team mit Julia, Lena, Ayla, Noah, Hannes und Lino (Titelbild) laden dich ein, einen Blick hineinzuwerfen.

Schau mal, was wir in unserem Biogarten schon alles gelernt haben.

Die beiden youngster im Team, Lino und Hannes, testen gerade Maiskolben vom Hügelbeet auf die Milchreife und haben Spass, wenn’s ins Auge geht;-)

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tippe oder klicke auf das Bild – dann kommst du zu uns rein;-)

 oder folge diesem Link zum EIOH Blog

Klimawandel in Afrika

Ja, genau! Alles spricht vom Klimawandel. Ja, der ist dramatisch – aber noch viel dramatischer ist in Afrika der Menschlichkeitswandel.


Wenn das so weitergeht, wird nämlich der Menschlichkeitswandel den Klimawandel noch überholen. Der ist eigentlich die Hauptursache für den Klimawandel.

Überrascht? Aber lies doch selber.


Auf dem Titelbild ist in einer Animation dargestellt, wie der gesamte Bereich unterhalb der Sahelzone jedes Jahr während der Trockenzeit abbrennt. Alindao und die Zentralafrikanische Republik sind mitten drin.

Rückblende:

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wir stehen zusammen mit Moïse und seinen beiden Söhnen zwischen jungen Bäumchen, welche ausgepflanzt werden sollten
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die Dorfbaumschule ist in einem grossen Wald angelegt

Unsere Freunde hätten mit den Bäumen und der verbesserten Landwirtschaft eine Perspektive für ihre Zukunft erhalten sollen.

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Bäume sind ein wichtiger Bestandteil der Lebensgrundlage in Zentralafrika

Eigentlich hätte man in Zentralafrika die Buschfeuer durch aufforsten und das natürlich wachsende Laosgras praktisch in den Griff bekommen.

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Jean De Dieu erklärt die Vorteile des Laosgrases, welches das Buschfeuer erstickt und den Boden mit Nährstoffen anreichert

Nun wütet aber ein anderer Flächenbrand in Zentralafrika – ein schrecklicher Bürgerkrieg. Die Sicherung der Lebensgrundlage hat nun eine ganz andere Bedeutung erhalten.

Was in 30 Jahren aufgebaut wurde, wird innert Monaten zerstört. Viele Menschen wurden getötet oder vertrieben, ihre Häuser verbrannt, oder besetzt.

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Das ehemalige Schulungszentrum in Alindao heute – verlassen, ausgeraubt und zerstört

Dies ist geradezu ein symbolisches Bild auf den Flächenbrand, der in Afrika, in Sibirien, im Mittelmeerraum, in Kalifornien und im Amazonas zur Zeit wütet.

Hinter vielen dieser Brände und auch den Konflikten stehen die Interessen von skrupellosen Profiteuren, welche sich bei den Ärmsten der Armen zügellos bereichern.

Es ist ein Riesentragödie, was wir zur Zeit erleben und es schmerzt sehr zu sehen, wie sich unsere Welt nicht zum Guten verändert.

Die Zerstörung der Natur und unserer Lebensgrundlagen beschäftigt mich enorm. Die Ursachen sind offensichtlich. Wir diskutieren viel über dieses Thema in der Schule.

Es ist eigentlich der Mensch mit seiner unersättlichen Gier nach Macht, Reichtum und Wohlstand, welcher der Auslöser dieser Tragödie ist. Dies haben meine Schüler im EIOH-Schulprojekt als Fazit herausgefunden.


Wir bekamen so nun Antworten auf heiss diskutierte Themen, wie der menschenverursachte Klimawandel usw.

Wir müssen leider feststellen: sowohl der Klimawandel – mit oder ohne CO2 Einfluss – als auch der Menschlichkeitswandel beide, sind menschenverantwortet!


Ja, sagte ich den Kindern, diese Probleme hat es immer schon gegeben, aber irgendwie müssen wir feststellen, dass bei den Menschen und der Umwelt schon ein Wandel stattfindet…

Wenn ich vom Mensch rede, meine ich damit natürlich auch mich. In welchem Konvoi marschiere ich mit?

unterwegs-zum-friedenWie ist meine Haltung und meine innere Einstellung zu all diesem?

Ich kann schon mit Finger auf die Schuldigen zeigen – aber dann zeigen genau drei Finger auf mich zurück;-) was machst du? Was mache ich?

Was mit der Welt und der Menschheit gerade passiert, hat mich veranlasst, vermehrt in der Bibel zu lesen und dort nachzuforschen.

Da bin ich auf die Rede über die Endzeit von Jesus gestossen, wo vieles über die Ereignisse, wie Erdbeben, Hungersnöte, Seuchen, aber auch über den traurigen Werdegang der Menschheit steht ( Matthäus 24 ).

Einige Passagen in der Offenbarung haben mich dann richtiggehend elektrisiert. Es ist schon erstaunlich, wie präzise die aktuellen Ereignisse darin beschrieben sind.

Hier ein Beispiel: ein drittel aller Böden sind verwüstet

siehe den Bericht von RFI (Radio France Internationale)

Und hier das aktuelle Beispiel der Waldbrände im Amazonas, in Afrika, der Taiga und sonst noch auf der Welt – zusammen mit der passenden Bibelstelle in der Offenbarung:

Amazonas mit Bibeltext

Ich weiss nicht, für welche Zeit dies vorausgesagt wurde, was mich aber überrascht, ist die Übereinstimmung der beschriebenen Ereignisse, mit denen, wie wir sie heute erleben.

So ist dies der Antrieb, weshalb ich diesen Beitrag eigentlich schreibe. Auch auf die Gefahr hin, dass ich zu predigen beginne und dich vielleicht langweile – immerhin hast du ja bis hierher gelesen;-) Ich möchte mit dir meine Gedanken teilen und dich anregen, auch einmal in diese Richtung nachzudenken.


Bei diesem ganzen Menschlichkeitswandel habe ich gelesen, dass dieser eine einzig grosse Tragödie ist. Es steht geschrieben, dass viele Menschen nicht Umkehren und Gott die Ehre geben, im Gegenteil. z.B. in Offenbarung Kapitel 16.

Es steht aber viel mehr in der Bibel geschrieben über eine grosse Hoffnung, ein Ziel und zuletzt ein gutes Ende – aber lies selber;-) z.B. im Johannesevangelium.


Ich möchte dich vor allem aber Anteil haben lassen an der grossen Hoffnung, die ich – trotz aller Geschehnisse – und gerade wegen dieser – in der Bibel gefunden habe.

Wenn du damit Mühe hast, so gebe ich dir mit folgendem Bild ein alternatives Werkzeug in die Hand, wo du selber einmal sehen kannst, wie es um dich bestellt ist. Wie sieht dein Lebensbaum aus?

Unter welchem Baum zeltest du?

Finde es heraus. Wie sind deine Wurzeln beschaffen, was für Früchte trägt dein Lebensbaum und welchen Geschmack haben sie? Haben sie den Geschmack von Leben oder gar Tod?

Die zwei Bäume
zum Vergrössern anklicken

Wo zeltest du? Es gibt zum Glück die Möglichkeit eines Platzwechsels;-)


Wenn du Lust hast, mit mir über dieses Thema zu reden, kannst du dich bei mir melden.

Oder du kannst auch einen Kommentar zu diesem Beitrag schreiben.


Mehr Details zu diesem Thema findest du im Blogbeitrag Menschlichkeitswandel

EIOH – come and see!

EIOH – Earth In Our Hands – Erde in unseren Händen. Matteo, Noah, Elena, Julia und Lena laden ein.

Die gd-Schule in Bratsch öffnet am 25. Juni 2019  ihre Türen zur Besichtigung des EIOH-Agrarprojektes.

Wir haben einen Biogarten hinter dem Schulhaus in Bratsch angelegt und unsere ersten Erfahrungen bei der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit gesammelt.

Komm und sieh! Wir werden dir an den verschiedenen Posten alles zeigen und erklären

  • z.B. wie wir den Garten und das Hochbeet bearbeitet und angepflanzt haben,
  • welche Bedeutung die Bodenfruchtbarkeit für uns hat,
  • wie wir selber Dünger in Form von Kompost, Pflanzenjauche und Gründüngung herstellen ,
  • welchen Bezug wir mit den Hügelkulturen zu Afrika haben,
  • wie wir mit dem Lehrmittel in der Onlineplattform HAZU arbeiten
  • und dann können wir uns bei Kaffee und Kuchen noch weiter unterhalten…
Tag der offenen Tür des EIOH-Agrarprojektes der gd-Schule Bratsch

Wann: Dienstag, 25. Juni 2019 ab 13.30 Uhr bis ca. 16 Uhr

Wo: Schulhaus gd-Schule Bratsch

Die gd-Schule in Bratsch

Die gd-Schule hat das Walliser Bergdorf Bratsch wiederbelebt, wo die offizielle Schule vor etlichen Jahren wegen der Abwanderung geschlossen werden musste.

Vor drei Jahren wurde sie in den leeren Schulräumlichkeiten des Dorfes als Privatschule eingerichtet, welche nun ein komplett neues und eigenständiges Schulsystem entwickelt.

Die Schüler und Schülerinnen lernen aus der Praxis – für die Praxis – fürs Leben.

Hier ein Portrait dieser Schule von WB und rro bei ihrer Serie „Schüälzit“  (ca. 4 Min.)

Link zum WB-Interwiew

Und hier ein paar Punkte, was die gd-Schule ausmacht und von der öffentlichen Staatsschule unterscheidet. Nicht gedacht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung.

  • Keine Klassen – jedoch mit 3 Phasen: 1. Phase Kindergärtner bis 2. Klasse, 2. Phase Primarschule, 3. Phase Oberstufe. Die Kinder befinden sich, je nach Reifestand in der entsprechenden Phase.
  • Keine starren Schulbänke – jedoch viel Bewegung an der frischen Luft, draussen in der Natur.
  • Keine Schulbücher – jedoch die voll digitalisierte Onlineplattform HAZU, ein Oberwalliser StartUp, wo sowohl die Lehrpersonen die Lektionen bereitstellen, die Schulkinder ihre Workspaces bearbeiten, als auch die Eltern den Lernfortschritt mitverfolgen können.
  • Kein starrer Lehrplan – jedoch ein projekt-und realitätsbezogenes, praktisches Ausbildungsprogramm
  • Keine Hausaufgaben – jedoch ein individuell angepasster Aktions- und Lehrplan
  • Keine Noten – jedoch wöchentliche Auswertungssitzungen des Lehrkörpers und ein persönliches Monitoringsystem der Schulkinder zur Selbstbeurteilung.
  • Keine Prüfungen – jedoch persönliche Ziele, welche durch das Monitoring und die Selbstbeurteilung überprüft werden. Die Kinder gehen an die obligatorischen Staatsprüfungen und haben dort überdurchschnittlich abgeschlossen.
  • praktisch kein Mobbing – weil das soziale Miteinander ein Schwerpunkt der Schule ist. Konflikte werden ausgetragen, Verantwortung übernommen und Entschuldigung ausgesprochen.
  • hoch motiviertes Lehrpersonal – welches sich mit sehr viel Professionalität und Empathie als Coaches für die Kinder engagiert.

Was der Schulleiter Damian Gsponer zu seiner Schule zu sagen hat, ist in folgendem Interview des Walliser Bote (WB) vom 19.4.2019 zu lesen.

«Wenn der Wettbewerb spielt, ist das für das Schulwesen gut»

Reportage Schweizerfamilie über die gd-Schule als pdf

Hier der Link zur Webseite der gd-Schule

Hilfe für Sabongo

Und wieder trifft am Sonntag eine Meldung aus Afrika ein.

Diesmal jedoch mit einer guter Nachricht und Fotos, welche mich sehr erfreuen!

Und diesmal erhielt ich die Fotos über WhatsApp von einem Missionarsehepaar, bei welchem ich vor einem Jahr beim Besuch in Bangui zu Gast sein durfte.

Nachdem sie vom Buschfeuer in Sabongo gehört hatten, organisierten sie spontan eine Kleiderspendenaktion und stellten Kleider zur Verfügung, welche früher zusammen mit gebrauchten Computern in einem Container nach Zentralafrika geschickt wurden.

In all der Tristesse ist dies ein schöner Farbtupfer und die Leute sind sehr dankbar für diese Hilfe.

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So bin ich sehr berührt von der Anteilnahme und auch den spontanen Spenden für den Wiederaufbau, welche nach dem letzten Blogbeitrag eingegangen sind.

Diese Hilfe zeigt den Menschen in Sabango, dass sie nicht alleine sind und jemand an sie denkt. Wenn sie ans Werk gehen, um einmal mehr eine neue Existenz aufzubauen, wissen sie, sie sind nicht alleine.

Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: „Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen“?

Und der König wird ihnen antworten und sagen: „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder (Schwestern und Kinder) getan habt, das habt ihr mir getan“!

Matthäus 25:37-40
https://my.bible.com/bible/157/MAT.25.37-40

Auch noch das Buschfeuer…

Es ist unfassbar, was für Bilder ich am Sonntagmorgen über Messenger aus Bangui erhalten habe.

Als ob Not und Elend nicht schon gross genug wären. Das Buschfeuer hat mehrere Häuser in Sabongo vollständig zerstört – auch das Haus von Jean.

Das sind Bilder, die mir sehr tief gehen!

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So sah sein Haus vor einem Jahr aus, als ich ihn besuchte

Damals begann Jean in Sabongo eine neue Existenz aufzubauen, nachdem er mit seiner Frau und den vier Kindern vor dem Krieg im Landesinnern flüchten musste.

In seinem Haus fehlten noch Türen und Fenster, jedoch in seinem Garten hatte er schon Maniok und Ananas angebaut, welche er auf dem Markt in Bangui verkaufen konnte.

Mit Palmwedeln und etwas Wasser hat man offensichtlich versucht dem Feuer Herr zu werden, aber in der Trockenzeit ist dies ein hoffnungsloses Unterfangen.

Von November bis März gibt es in Zentralafrika praktisch keine Niederschläge, so dass das ganze Land austrocknet. Da reicht ein kleiner Funke, welcher das staubtrockene Buschgras in Brand setzen kann und ein riesiges Flammenmeer frisst sich durch die Baum- und Grassavanne.

Der Kampf gegen das Buschfeuer war denn auch in unserer damaligen Projektarbeit eines der wichtigsten Anliegen. Besonders, weil die Leute das Feuer mit Absicht legten, damit sie einfacher zum Kleingetier kamen, welches sich vor dem Feuer im Boden verkroch und auch weil sie damit ihre Feldarbeit vereinfachen konnten.

Auch die Mbororos, die Nomaden, brennen die Savanne systematisch ab, damit ihre Kühe im April, zu Beginn der Regenzeit, frisches Gras fressen können.

Dass damit aber die Bodenfruchtbarkeit verloren geht und das organische Material – der Rohstoff für Kompost, Gründüngung und Bodenbedeckung zerstört wird, war unser Hauptthema bei unseren jährlichen Sensibilisierungskampagnen.

So tourten wir mit einer Filmausrüstung und unserem Film „Halte aux feux de brousse“ immer wieder durch die ganze Region und zeigten ihnen wie sie ihre Häuser und Felder vor dem Feuer schützen und mit dem organischen Material die Bodenfruchtbarkeit verbessern konnten. Hier ist eine Miniversion dieses Filmes auf Sango, Dauer ca. 4 Min.

Es gab viele unserer Kursteilnehmer, welche diese Techniken anwendeten und damit Erfolg hatten.

Aber immer wieder gab es auch Situationen, wo das Feuer trotzdem einbrach und alles zerstörte. Oft war die Trockenheit und das Feuer einfach zu gross, so dass die Kräfte nicht mehr reichten.

Meine Gedanken sind bei diesen Betroffenen in Sabongo und natürlich bei Jean und seiner Familie.

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Jean Takata zusammen mit seiner Frau und seinen vier Kindern. Rechts sitzend Jean De Dieu Kolipou, der Projektleiter in Sabongo.

Er ist für mich ein grosses Beispiel von Demut und Hoffnung, welcher mit seiner Einstellung vielen Menschen geholfen hat, welche auch als Flüchtlinge in Sabongo gestrandet sind.

So werde ich ihm auf jeden Fall bei nächster Gelegenheit meine Unterstützung zum Wiederaufbau zukommen lassen.

Ihm zu Ehre habe ich vor einem Jahr den Blogbeitrag „I have a Dream“ geschrieben.

Ich bete viel für ihn – und hoffe, dass er die Hoffnung nicht verliert.

EIOH – Earth In Our Hands

Wir setzen uns mit der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und dem Klimawandel auseinander.

Foto Greta Thunberg

Wir reden über das Phänomen Greta Thunberg und haben unsere Antwort auf ihr Anliegen: „EIOOOOOH!“ (die 5 „O“ stehen für Matteo, Lena, Noah, Julia und Elena)

EIOH steht für: „Earth In Our Hands“ – „Erde, oder die Erde in unserer Hand“

JA! wir kennen  die Gefahren, welche unsere Lebensgrundlage bedrohen. Wir kennen unseren Platz im Ökosystem  und wollen unsere Verantwortung wahr nehmen, indem wir die Natur schützen und erhalten.

  • Und JA! Ganz konkret erhalten, ja verbessern wir mit unserem Projekt die Bodenfruchtbarkeit und gehen bewusst und nachhaltig mit den natürlichen Ressourcen um. 
  • Wir wollen uns das hierfür notwendige Wissen im schuleigenen Biogarten aneignen und unsere Erfahrungen an andere Schüler und Schülerinnen weitergeben!

Dies ist das Statement, das wir anlässlich der Einweihung des Projektnamens abgaben.


Im Januar dieses Jahren haben wir in der gd-Schule in Bratsch im Wallis im Auftrag und mit Unterstützung des Naturpark Pfyn-Finges und damit mit dem BAFU (Bundesamt für Umwelt) ein Agrarprojekt gestartet.

So wurde ich beauftragt, als Agraringenieur und Freelancer eine handverlesene Gruppe von Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 14 Jahren in biologisch- ökologischem Gartenbau heranzubilden.

Hierzu erfolgt eine fundierte Schulung in den Grundkenntnissen der Natur mit ihren Kreisläufen und dem Wechselspiel zwischen den Pflanzen und den Elementen Boden, Wasser, Luft und Licht.

Spannend ist dann vor allem zu erkennen, welche Rolle wir Menschen in diesen Kreisläufen einnehmen.

Das wichtigste Element – dies war auch schon im Agroforestry Projekt in Afrika so – ist die Erhaltung, ja sogar die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit im schuleigenen Garten in Bratsch und bei den Kids bei sich zu Hause.


Die Lektionen und Lehrmittel, welche ich auf der Webplattform HAZU bereitstelle, dienen den Kindern als gemeinsamer, interaktiver Arbeitsplatz.

Anlässlich des HAZU-Meetup im BioArk in Visp hatte ich Gelegenheit diese Arbeit einem interessierten Publikum vorzustellen.

Hazu Meetup BioArk Visp

Was ist Agroforestry?

Die Kombination von Landwirtschaft und Forstwirtschaft ergibt die Agroforstwirtschaft (Agroforestry eng).

Diese Kombination bietet viele Synergien bei der Produktion von Nahrungsmitteln, Früchten und Holz, welche für die Ernährung und die Existenzsicherung in Zentralafrika sehr wichtig sind.

Auf dem Titelbild wurden in einem extensiv (9×9 m) bepflanzten Wald von Gmellina (Weissholz) die Kulturen Reis und Mais angepflanzt.

In diesem Beitrag möchte ich euch, liebe Blogleser und Leserinnen, einmal erklären, was Agroferestry eigentlich ist.


Hier zeige ich euch an Hand von Bildern die Vorteile, welche die Bäume bringen, welche wir in den Garten- und Ackerbau integrieren.

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Hier wurden Bäume gepflanzt als Lieferanten von Brennholz…
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… welches für die tägliche Zubereitung der Nahrung gebraucht wird.
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Eine Intensivplantage, 3×3 m gepflanzt ergibt hohe und gerade Bäume…
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… welche zu Brettern zersägt…
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… und dann zu Tischen, Stühle usw. fabriziert werden.
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Obstgärten werden gepflanzt …
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… um gesunde und vitaminreiche Früchte ernten zu können – hier Mangos …
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… und auch, um Blätter, Rinde und Wurzeln zu medizinischen Zwecken zu pflücken.
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Wälder und Pflanzungen liefern viel organisches Material für Kompost und Bodenbedeckung…
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… sie geben Schatten …
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… und schützen vor Wind und Wetter …
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… oder sind als Ornamentpflanzen einfach nur schön zum Ansehen !

Auf dem Bild unten sieht man eine Kombination von Ackerbau und Baumwirtschaft rund um- und innerhalb der Felder, wie wir sie damals in Alindao auf unseren Demonstrationsfeldern den Kursteilnehmern zeigten.

Ubersicht Rotationssystem
Zum Vergrössern aufs Bild klicken
AGFBAND2 (2)
Hier ein Schnitt durch ein solches Agroforestry-Band rund um Felder und Dörfer

Kommt dann zusätzlich noch die Kleintierhaltung hinzu, sprechen wir von einem integrierten System, welches als Zentrum die Sicherung der Existenzgrundlage einer afrikanischen Familie (Sippe) oder einem Dorf hat.

Système intégré


-> wenn du mehr über dieses Thema wissen möchtest : AGROFORESTERIE

-> oder über das Thema Garten- und Ackerbau: YAKA

-> Überblick über alle unsere Techniken: LES TECHNIQUES – NAVIGATION