Licht im Dunkel

Oder wie Kerzlein im rauen Wind.

So flackern zur Zeit unsere Lichtträger im Schutz der Gemeinschaft in Sabongo, unserem Projekt-Dorf nahe bei Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik.

Dorthin hat es sie nämlich auf der Flucht vor den Gewaltausbrüchen und Gräueltaten im Landesinnern verschlagen.

In Alindao, der Stadt, wo wir vor 30 Jahren mit unserer Projektarbeit begannen, wütet ein mächtiger Sturm der Gewalt, welcher einen Flächenbrand von Verwüstung, Mord und Todschlag angefacht hat – wie zu seiner Zeit die Buschfeuer, welche ganze Landstriche Afrikas verwüsteten (siehe die Berichte von RFI Radio France Internationale über die aktuellen Geschehnisse in Alindao).

Auf dem Titelbild halten die Teilnehmer des dritten Kurses die Scripts hoch. Ihre Gesichter sind jedoch betrübt und bedrückt.

Immer mehr Flüchtlinge treffen in Sabongo ein und werden von unseren Freunden herzlich empfangen und betreut. Sie erhalten direkte Hilfe und fürs Erste ein Dach über den Kopf.

Dann wird ihnen ein Stück Land zugeteilt. Hier können sie ihre Nahrung selber anpflanzen. Dabei werden sie von unseren Freunden unterstützt, erhalten junge Bäumchen, die sie in der Baumschule gezogen haben. Auf diese Weise profitieren sie von den Erfahrungen, die unsere Kursteilnehmer während der Kurse gemacht haben.

Jean De Dieu und seine Frau Odette betreuen sie zusammen mit den anderen ortsansässigen Dorfanimateuren in diesem Prozess und leisten dadurch eine wichtige Friedens- und Aufbauarbeit.

Sie sind wie Lichter in dieser tiefschwarzen Finsternis, die zur Zeit in Zentralafrika herrscht. Durch den immensen Druck und die grosse Unsicherheit, sind sie jedoch gefährdet – wie Kerzen im Wind, die jederzeit ausgelöscht werden könnten.

So sind sie sehr Dankbar für jeden Kontakt und Unterstützung von aussen. Nur schon zu wissen, dass jemand an sie denkt und für sie betet, hilft ihnen enorm und ermutigt sie, weiter zu machen.

Die seltenen Gespräche mit Jean De Dieu über Messenger, sind immer sehr berührend. So konnte ich ihm nun, nach Erhalt der wichtigen Rapporte, Fotos und Abrechnungen, meine weitere Unterstützung zusagen.

Wir schmiedeten Pläne fürs nächste Jahr und ich habe ihm versprochen eine weitere Sammlung für die Finanzierung der Projektarbeit zu starten.

Wenn sich nun jemand von euch angesprochen fühlt, sich an diesem Projekt zu beteiligen, kann er/sie dies mit einer kleinen Spende tun.

Ich möchte, dass wir für unsere Freunde in der RCA eine Ermutigung sind. Dass die Hoffnung bleibt, welche wie ein Sturmglas über ihren brennenden Kerzen sitzt. Lichter, welche zwar klein sind, aber weit in der Dunkelheit sichtbar sind.

Eine besinnliche Adventszeit und ein herzliches Vergelt’sGott

Euer Toni

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